Vier Jahre Haft für Vergewaltiger - Ist das angemessen?

Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet in seiner Ausgabe vom 27.06.2020, Seite 26 von einem Urteil gegen einen 35 jährigen Vergewaltiger. Der Täter habe sich gewaltsam Zutritt zu der Wohnung verschaffen und eine Frau vergewaltigt und ihre minderjährige Tochter sexuell bedrängt. Anschließend habe er die Wohnung verwüstet. Seiner Festnahme habe sich der Täter gewaltsam widersetzt, so dass die Polizei Verstärkung rufen musste.

Das Urteil für die brutale Tat

Lebenslänglich für die Opfer

Das Opfer musste aussagen. Seit der Vergewaltigung lebt die Frau und ihre Tochter nicht mehr in der Wohnung. Die Tat habe tiefe Wunden hinterlassen. Mutter und Tochter werden lebenslang unter der Tat leiden.

Strafen sind zu niedrig

Das oft lebenslängliche Leid der Opfer wird nicht angemessen berücksichtigt.

Niedrige Strafen suggerieren, es war nicht so schlimm. Das ist Verhöhnung der Opfer.

Hohe Strafen würden den Opfern das Gefühl vermitteln, dass die Gesellschaft ihr durch die Tat erfahrenes Leid sieht und anerkennt. Ja, es war und ist schlimm, darum wird der Täter hart bestraft. Harte Strafen wären eine Genugtuung für die Opfer. Lange Strafen schützen das Opfer vor einem Wiedersehen mit dem Täter.

Kurze Haftzeiten berücksichtigen nicht die Gefahr, die nach Haft wieder von dem Täter ausgeht. Wie oft ließt man, »der Täter ist polizeibekannt«. Warum wird die Öffentlichkeit nicht vor Tätern besser geschützt.

Für Vergewaltigung, bei denen die Opfer lebenslang betroffen sind, wäre ein Strafrahmen von 25 Jahren bis lebenslängliche angemessen. Und dieser Strafrahmen wäre abschreckend. Vier Jahre sind es nicht.

Die Strafen im deutsche Strafrecht sind viel zu niedrig.

Die Gerichte müssen den vorhanden Strafrahmen (z.Z nur maximal zehn Jahren) ausschöpfen.

Die Politik muss endlich die Strafen deutlich verschärfen, um Opfer angemessen zu behandeln und die Gesellschaft besser zu schützen.

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